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Tag 12 - Gewitter oder nicht Gewitter?
Donnerstag (3.7.08)
Pirchnerast → Proxenalm → Kellerjochhuette →
Loas → Berghotel Hochfuegen
Unterkunft: Berghotel Hochfuegen

Huette:
Essen:
Fruehstueck:
Schlafplatz:
Gemuetlichkeit:
Empfehlung:
Verlockend...
Zu Bett ging's gestern erst nach 12 und am Tag darauf wurde die urspruengliche Zeit zum Aufstehen kurzer Hand von 7 auf 8 Uhr verschoben. Dann quaelte ich mich aber wirklich hoch, packte alles und machte mich auf zum reichhaltigen Fruehstueck. Von Wurst ueber Kaese bis Semmeln und sogar Kellogs Smacks (jedenfalls sahen die so aus) gab es alles. So futterte ich mich voll. Zu voll! Nach dem Essen wusste ich schon, dass mir der Aufstieg zur Kellerjochhuette schwer fallen wuerde. Die Nacht ueber konnte ich nicht so viel schlafen, da jetzt statt Horst der Thomas Waelder umholzt. Aber da muss ich durch.
Info

Eine auf der Via Alpina angegebene Unterkunft (ich glaube es war das Gamssteinhaus) bietet seit laengerem nur noch Gruppen Unterkunft mit vorheriger Anmeldung. Fuer Wanderer ist deshalb KEINE UEBERNACHTUNG MOEGLICH!

Pirchnerast ist zusammengesetzt aus Pirchner und Ast. Ein Ast ist eine Huette, die als Zwischenstation genutzt wurde, wenn die Kuehe hoeher getrieben wurden.

Um 9 Uhr starteten wir dann endlich. Vom gestrigen Wetterbericht wussten wir, dass nachmittags ein heftiges Gewitter ausbrechen wird. Aber bis dahin sollten wir schon wieder sicher ueberdacht sein. Ueber den Buergermeistersteig und anschliessend dem Hageggweg erreichten wir in Windeseile die Proxenalm, auf der wir die Kellerjochhuette bereits sehen konnten. Ab der Proxenalm konnten wir ueber eine Schotterstrasse bis auf 100 Meter unter die Kellerjochhuette gelangen. Als ich mich umdrehte hatte ich das Gefuehl, hoeher als alle anderen Gipfel in dieser Blickrichtung zu sein. Der Ausblick liess nichts mehr vom Flachland erblicken. 30 Minuten spaeter erreichte ich dann endlich die Kellerjochhuette, auf der es erst mal Backerbsensuppe und Radler gab. Dann wollte ich noch schnell zur Kapelle hoch, vorsichtshalber aber noch die Unterkunft bei Loas reservieren und bekam meine erste "Schlappe": In Loas war alles ausgebucht! Und heute Nachmittag sollte es Gewitter geben. Also liessen wir die Kapelle sein und machten uns erst mal auf den Weg runter zu Loas, der nicht gerade schoen im Abstieg war: steil und felsig. Dann sah ich auch den Grund, warum alles ausgebucht war: ein ganzer Schwarm Touristen tummelte sich da herum. Vorsichtshalber fragte ich noch bei dem ersten Haus nach, ob nicht vllt. doch etwas frei ist. Diese Unterkunft war auf via-alpina.org auch als Unterkunft angegeben, jedoch bot diese nur Gruppen Unterschlupf!

Wenn sich das nur mehr Leute zu Herzen nehmen wuerden
Also weiter nach Hochfuegen - ueber eine Autobahn. Auf dem Sattel, den wir auf dem Weg zur Rastkogelhuette ueberqueren mussten standen bereits die schwarzen Wolken. In Hochfuegen angekommen fragten wir deshalb nach einer Unterkunft und die naechste Ueberraschung kam. Dieses Mal positiv. Wir kamen in einem Sporthotel fuer weniger als die Haelfte des normalen Preises unter!!! Wenn alles klappt, ueberspringe ich morgen auch die Rastkogelhuette und hab schon wieder 'ne Dusche mit Zimmer smile. Beim Essen im Sporthotel hat noch jemand angefangen Akkordeon zu spielen. Aber irgendwie fuehle ich mich nicht wohl. Umzingelt von Omas & Opas zusammen mit deren Enkeln. Es fehlte einfach die unbeschreibliche Gemuetlichkeit wie auf einer Huette. Deshalb ging ich wieder hoch ins Zimmer.

Klimaanlage fuer Schafe
Zum Wandern hab ich noch 'ne feine Loesung wegen meinen langen Haaren gefunden um zu verhindern, dass mir diese hinten kreuz und quer herumhaengen: Einfach einen zweiten Haargummi etwas weiter unten anbringen. Hajo - das war's dann auch fuer heute! Achja: Aus dem Gewitter wurde heute doch nichts :-/. Aber so ist das halt in den Alpen.