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Tag 13 - Mal wieder 1600 Abstieg
Freitag (4.7.08)
Berghotel Hochfuegen → Rastkogelhuette → Brunnenstube →
Finkenberg (Gletscherblick)
Unterkunft: Gletscherblick

Huette:
Essen:
Fruehstueck:
Schlafplatz:
Gemuetlichkeit:
Empfehlung:
Eines der letzten unvernebelten Bilder
Oh Gott, war das heute ein Hatsch. Endlich hab ich's geschafft, zumindest eine Tagesetappe zu ueberlaufen! Heute bin ich auch einfach nur happy: Es laeuft momentan prima. Die Fuesse schmerzen noch von dem langem Hatsch, aber das bin ich schon gewohnt. In der Frueh sprang der Wecker mal wieder um 7 Uhr an und wurde wie am Tag zuvor gleich auf 8 Uhr weitergestellt! Dann quaelte ich mich wieder aus dem Bett. Ach wie schoen kann ein Bett sein! Momentan schaffe ich es wohl unbewusst, die Huetten zu ueberlaufen und stattdessen weiter in's naechste Hotel oder den naechsten Gasthof zu laufen. Aber so gut wie im Berghotel schlief ich bisher noch nie auf der Tour. Auch Thomas Schnarchen blieb aus. Wenn das Bett nicht so schwer waere, haette ich es am liebsten gleich mitgenommen! Aber's hilft ja nix. Raus aus dem Bett, Sachen packen und ab zum Fruehstueck und das hatte es auch in sich. Eier konnte man sich selbst kochen, Toast selbst toasten und auch an Wurst, Kaese und Marmelade wurde alles erdenkliche angeboten. Da packte ich mir auch noch 'ne Kaesesemmel und 2 Aepfel ins Gepaeck. Dann machte ich mich marschfertig und schluepfte das erste Mal mit dem Gefuehl in die Schuhe, dass diese nur fuer mich gefertigt wurden. So wie es aussieht, hat sich das Leder perfekt meinem Fuss angepasst - oder mein Fuss dem Leder sad.
Info

Der Weg 24A endet vor einem Stauwehr und nicht an einer Bruecke wie auf der Karte angegeben. Loesung: Mit dem 10er Weg herab zur Brunnenstube. Von dort aus fuehrt der Weg 27 nach Finkenberg.

Dann ging die Tour los. Um 9 Uhr verliess ich das Hotel und machte mich auf den Weg zur Rastkogelhuette, die an jeder Wegzweigung beschildert war. Dann fing es an, leicht zu nieseln und ich war in T-Shirt und kurzer Hose. Neblig war es auch, sodass auch die Sonne keine Waerme spenden konnte. Nach einer halben Stunde entschloss ich mich dann dazu, wenigstens eine Regenjacke anzuziehen, um nicht mehr dem Wind direkt ausgesetzt zu sein. Das brachte nicht so viel, weil mein Oberteil bereits durchnaesst war, so dass mir nichts anderes uebrig blieb als schneller zu laufen. Extra mein Fliess auszupacken war mir zu langwierig. So stuerme ich weiter und weiter. Viele Fotos konnte ich wegen dem Nebel sowieso nicht schiessen und auf's Klo musste ich auch ganz dringend! Vllt. hatte ich das Ei doch nicht lange genug gekocht. So hatte ich schon 2 Gruende, schneller zu laufen. Leider versteckte der Nebel die wahrscheinlich herrliche Landschaft und letztlich auch die Aussicht von der Rastkogelhuette, die ploetzlich 50 Meter vor mir auftauchte. Dort angekommen schmiss ich gleich alles hin, zog die Regenjacke aus und machte mich gleich auf den Weg zum WC. Der Aufstieg hat mehr als 2 Stunden gedauert und ich war naesser, als ich es durch den gestrigen Regen haette werden koennen :-/. Danach zog ich mir noch das Fliess drueber und zog die nasse Hose aus. Eine Unterhose war ja noch drunter smile. Um mich wieder aufzupeppeln gab's Tee mit Zitrone und dann kam auch Thomas zur Tuer herein, der erst spaeter startete. Es war schon seltsam: Hier fuehlte ich mich viel wohler als in dem noblen Hotel. Es ist gemuetlicher, familiaerer und viel freundlicher. Billiger natuerlich auch smile.

Da der Bus nicht kam, musste ich doch runterlaufen smile
Um halb 1 machten wir uns an den Abstieg nach Finkenberg, der an der Huette ueberraschenderweise mit 8 bis 9 Stunden angeschrieben war!!! Aber das konnte nicht ganz stimmen. Als ich los lief und die Abzweigung nach rechts auf einen Forstweg suchte, fand ich nichts und irgendwann hatschte ich auf einer Teerstrasse. Na Mahlzeit. Der Fussschmerz war schon vorprogrammiert :-/. Und statt den in der Karte angegebenen Weg, konnte ich nur der Teerstrasse weiterfolgen. Spaeter folgerte ich, dass mit dem Weg in der Karte der eine Trampelpfad gemeint war. Um nicht zurueck laufen zu muessen, nahm ich den kleinen Umweg in Kauf. Spaeter gelangten wir ueber die ganzen "Touristenherbergen" doch noch auf den richtigen Weg - oder auch nicht. Der Wanderweg 24A endete naemlich an einem Stauwehr, statt ueber eine Bruecke weiterzufuehren. Irgendwas schien mit der Karte nicht zu stimmen :-/. So stiegen wir eben ueber den 10er ab zur Brunnenstube und dieser Weg fuehrte endlich steil bergab. Nicht so wie auf dieser verfluchten Autobahn! Bei der Brunnenstube fiel die geplante Pause aus. Es war schon nach 3 und wir brauchten noch mind. 2 Stunden nach Finkenberg - also gleich weiter!

Der wahnsinnig schwierig, absturzgefaehrdete, zum GLUECK gesicherte Weg
Zum Glueck gab es einen Alternativweg nach Finkenberg (Nr. 27), der mit einem lustigen Schild eingeleitet wurde: "Nur fuer Berggeuebte" *sfg*. Und das unter 1000 Meter! Dementsprechend war der Weg auch so ausgelegt, dass man vllt. sogar bis auf den steilen Aufstieg 'nen Kinderwagen durch bekommen koennte. Der Weg an sich war auch schoen zu laufen mit herrlichen Ausblicken und schon waren wir etwas ueber Finkenberg, wo wir uns in den erstbesten Gasthof begaben. Ich buchte gleich Halbpension um etwas zu sparen. Das ganze gab's fuer 7 Euro mehr. Vorspeise, Hauptspeise mit Salatbuffet, bei dem ich mich reichlich bediente und Nachspeise. So war ich endlich mal wieder papp satt. Morgen werden evtl. wieder 2 Etappen zusammengelegt. Zur Zeit laeuft's einfach prima grin.