Tag 33 - Mission karnischer Hoehenweg erfolgreich
Donnerstag(24.7.08)
Feistritzer Alm (Oisternighuette) →
Schoenwipfel Schutzhaus → Goeriacher Alm →
Thoerl-Maglern → Arnoldstein (Wallnerwirt)
Schoenwipfel Schutzhaus → Goeriacher Alm →
Thoerl-Maglern → Arnoldstein (Wallnerwirt)
Unterkunft: Wallnerwirt
Huette:
Essen:
Fruehstueck:
Schlafplatz:
Gemuetlichkeit:
Empfehlung:
Die Maria-Schnee Kapelle hatte ich schnell erreicht und zur italienischen Schutzhuette wanderte ich schnell 100 runter und wieder hoch. Dann koennen mich ja nicht mehr so viele nach oben fuehrende Hoehenmeter erwarten dachte ich mir. Der folgende Wanderweg fuehrte ewig lange ueber eine Serpentinenstrasse nach unten, doch das Gestruepp und die Baeume waren mir hold: Ich stach bei jeder Moeglichkeit direkt herunter, wenn ich das naechste Stueck Forststrasse unter mir sah. Als ich endlich wieder auf einem richtigen Wanderweg gelangte, war ich richtig froh. Der Weg war recht huebsch fuer die erste Zeit, verlief aber irgendwann sakrisch steil hoch. Nach der Steigung konnte ich mir sicher sein, dass heute nichts mehr hochfuehrte. Kreuz und quer fuehrte der Weg immer wieder mal raus zu einer Forststrasse und wieder rein in den Wald, staendig entlang der Grenze. Jetzt musste es doch heruntergehen, aber stattdessen ging es schon wieder nach oben. Der Hoehenmeterwert in meiner Uebersicht stimmte anscheinend nicht, sodass mein Wasservorrat bald zur Neige gehen musste. Ein erneuter Blick bestaetigte auch meine Vermutung, dass es deutlich weiter hoch ging. Mit ein paar kurzen Pausen schaffte ich es endlich seitlich am Hoechstpunkt des Kapinberg vorbei und JETZT geht es wirklich nur noch runter bzw. auf gleicher Hoehe weiter. Eine kleine Strasse fuehrte mich danach zur Goeriacher Alm, bei der ich sehnsuechtig eine rot-weiss-rote Fahne beim Hinlaufen erhoffte. Hauptsaechlich besteht mein ganzer Trip aus ein paar Stueckchen Hoffnung vermischt mit etwas Glueck und der Sehnsucht auf das Meer bei Triest. Eine Fahne war aber weit und breit nicht zu sehen. Nur eine Art Torbogen zu einem Haeuschen, bei dem ich nach einem Mineralwasser fragte. Der Italiener verstand fast kein Deutsch aber brachte mir eine kleine Wasserflasche. Dafuer wollte er ueberhaupt kein Geld
Die Hauptstrasse bot hierfuer den schnellsten Weg und eine halbe Stunde und zig Autos, LKWs und Motorraeder spaeter war ich schon in Arnoldstein und quartierte mich beim Wallnerwirt ein, mit Zimmer und eigener Dusche. Nach Vollendung des karnischen Hoehenwegs wollte ich endlich wieder etwas Luxus - gerade nach der gestrigen Unterkunft. Im Zimmer angekommen waschte ich erst mal meine Klamotten durch und auch das Rueckenteil und die Traeger meines Rucksacks, der mal wieder muffelte. Danach ging ich zum Shoppen und Geld holen. Ich wusste nicht, wann ich das naechste Mal in eine Stadt kommen werde und holte mir genug Kohle um bis nach Triest zu kommen. Meine Vorraete fuellte ich auch auf (Brausetabletten, Shampoo/Duschgel, Waschgel) und kaufte mir noch kleine Wasserflaschen, um statt mit 2 Litern bei harten Etappen mit 3 Litern zu starten. Beim Abstieg kam es mir so vor, wie wenn das Sommerwetter voll da ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich schon sehr weit suedlich bin. Das Wetter wird hoffentlich auch stabiler. Beim karnischen Hoehenweg kommt es mir so vor, wie wenn die letzten Etappen zurecht kein Schwein mehr laufen wuerde.